Wenn wir ehrlich sind, ist das Buzzword irgendwie selbst schon zum Buzzword geworden – man hört so oft davon, dass einem schier der Kopf schwirrt. Und genau darum geht es: “to buzz” lässt sich übersetzen mit “surren” oder “schwirren” – und ein Begriff oder Schlagwort ist genau dann zu einem Buzzword geworden, wenn man das Gefühl bekommt, dass es quasi allgegenwärtig ist.

Content-Marketing ist dafür ein schönes Beispiel: Die Headlines der Newsletter und die Cover der Fachmedien sind voll davon (“Content is King!”), der Chef kommt um mit dieser brandheißen Idee ums Eck (“Wir müssten auch mal was mit Content machen – Ihnen fällt da schon was ein.”)

Nicht selten handelt es sich dabei um Neologismen. Durch andauernde Wiederholung im Rahmen von Konferenzen, in den Fachmedien, durch Blogger u.v.m. finden sie geländegängig Eingang in den Sprachgebrauch – zumindest in der “Filter-Bubble”. Wer da drin steckt, vergisst nur allzu oft, dass längst nicht jeder schon wie selbstverständlich mit “Dashboards”, “H2H” oder “mobile first” umgehen kann. Und nicht selten verbirgt sich dahinter auch nich zwingend ganz neuer heißer Scheiß, sondern Wiwo.de “Was vom Buzzword-Bingo übrig bleibt” verkauft. Also, keine Angst vor Buzzwords.